FIFTHFREEDOM

Uploader »

‚Upload‘ beschreibt den Prozess der Datenübertragung vom eigenen Computer ins Internet. Beim ‚Uploader‘ handelt es sich demzufolge um die Person, die Musik, ein Bild, einen Text oder ein Video „ins Netz stellt“ und somit prinzipiell für andere Nutzer zugänglich macht.

Werden Inhalte veröffentlicht, die nicht dem Uploader selbst gehören oder die nicht gemeinfrei sind, handelt es sich um eine Urheberrechtsverletzung.

Downloader »

‚Download‘ beschreibt den Prozess der Datenübertragung vom Internet auf den eigenen Computer. Beim ‚Downloader‘ handelt es sich demzufolge um die Person, die Musik, ein Bild, einen Text oder ein Video herunterlädt und auf dem eigenen Computer ablegt.

Werden Inhalte ohne zu bezahlen von einer nicht autorisierten Quelle heruntergeladen, werden damit in vielen Fällen die Rechte Dritter verletzt.

Filehoster (Hoster) »

Von engl. „file“ (= Datei) und „(to) host“ (= unterbringen).

Bei einem Filehoster oder Hostinganbieter handelt es sich um einen Dienstleister, der Internetnutzern die Möglichkeit bietet, auf speziell dafür bereitgestelltem Speicherplatz Dateien jeden Formats online abzulegen und in virtuellen Ordnern zu organisieren. Um ihnen den Zugriff auf ihre Dateien zu ermöglichen, erhalten sie einen automatisch generierten Direct Download Link.

Es existieren spezialisierte Filehoster wie Streamhoster, Imagehoster und Hoster für Textverarbeitungsdokumente, Audiodateien oder Sonderformate wie SWF (Adobe Flash). Darüber hinaus gibt es eine Vielzahl von Mischvarianten, auf denen mehrere Dateiformate abgelegt werden können.

Beispiele:

http://dropbox.com
http://rapidshare.com
http://uploaded.net

Imagehoster »

Spezialisiertes Hosting-Angebot, das nur Bilddateien wie JPG, GIF oder PNG verarbeitet.

Über den Direct Download Link können die Bilder heruntergeladen oder in andere Webseiten integriert und dort angezeigt werden.

Beispiele:

http://flickr.com
http://photobucket.com
http://imageshack.us

Streamhoster »

Spezialisiertes Hosting-Angebot, das nur Videoformate verarbeitet.

Filme müssen nicht erst heruntergeladen werden, sondern können direkt im Browser abgespielt (‚gestreamt‘) werden.

Beispiele:

http://putlocker.com
http://streamcloud.eu
http://flashx.tv

Direct Download Link »

Eindeutige URL, die automatisch erzeugt wird, wenn eine Datei auf einen Filehoster geladen wird.

Über diesen direkten Link kann der Uploader unmittelbar auf seine Datei zugreifen. Gibt er den Link weiter, kann er auf diese Weise die Datei auch Dritten zugänglich machen.

Shareportal »

Plattform, auf der Direct Download Links verbreitet werden.

Auf Hostern verfügbare Dateien werden auf diese Weise einer breiten Öffentlichkeit zugänglich gemacht.

Es existiert eine Vielzahl von Angeboten – beispielsweise Foren, Blogs oder Pastebin Services – die unterschiedliche Funktionalitäten zur Organisation und Präsentation der Direct Download Links bieten.

Prinzipiell kann jeder konventionelle Kommunikationskanal – beispielsweise Chats, Instant Messenger oder E-Mail – als Verbreitungsweg für Direct Download Links genutzt werden.

- Forum »

Foren (auch ‚Boards‘) sind Diskussionsplattformen, auf denen die aktive Teilnahme erst nach vorheriger Registrierung möglich ist. Hierfür ist in den meisten Fällen die Angabe eines Nutzernamens sowie einer funktionierenden E-Mail-Adresse notwendig.

Das bloße Lesen der Diskussionsbeiträge ist hingegen in vielen Foren bereits ohne Anmeldung möglich.

Ein Forum ist meist klar strukturiert: Die verschiedenen Themenkategorien sind nach Rubriken geordnet (Beispiel: Musik). Darunter befinden sich übergeordnete Themen (Beispiel: Deutschsprachige Popmusik, Aktuelle Charts), innerhalb derer sich die Nutzer an verschiedenen Diskussionssträngen (‚threads‘) beteiligen bzw. neue Diskussionen beginnen können (Beispiel: Neuerscheinung Künstler XY).

- Portal »

Internetseite mit Katalogcharakter, deren Einträge nach einer festgelegten Struktur angelegt sind.

Gepflegt werden diese Einträge meist vom Seitenbetreiber oder einem geschlossenen Benutzerkreis.

Besucher können sich nur eingeschränkt aktiv beteiligen, etwa durch die Teilnahme an Abstimmungen (‚Polls‘) oder die Nutzung der Kommentarfunktion.

Neben selbst erstellten Inhalten werden hier Dateien eingebunden, die beispielsweise auf Filehostern abgelegt sind.

- Blog »

Webseite, auf der durch einen oder mehrere Autor/en (‚Blogger‘) in regelmäßigen Abständen neue Einträge verfasst und veröffentlicht werden.

Diese Einträge werden umgekehrt chronologisch geordnet, so dass der neueste Beitrag zuerst angezeigt wird. Sie sind mit einer Kommentarfunktion versehen, so dass die Besucher des Blogs mit den Autoren und anderen Lesern in kommunikativen Austausch treten können.

Häufig befinden sich an den Einträgen auch Möglichkeiten, den Artikel mithilfe von Social Bookmarking-Diensten in eine öffentlich sichtbare Lesezeichen-Sammlung aufzunehmen oder auf Sozialen Netzwerken zu teilen und damit zu verbreiten.

- Soziales Netzwerk »

Online-Plattform, auf der Nutzer sich ein persönliches Profil anlegen, sich mit anderen Nutzern vernetzen und mit ihnen beispielsweise über Statusmeldungen, Textnachrichten oder einen Chat austauschen können.

Bilder, Filme, Musik oder andere Inhalte können entweder per Link empfohlen oder direkt im Netzwerk hochgeladen und auf diese Weise mit einer größeren Zielgruppe geteilt werden.

Beispiele:

http://facebook.com
http://jappy.de
http://orkut.com

- Pastebin Service »

Webanwendung, die es Nutzern erlaubt, ohne vorherige Registrierung Texte zu publizieren. Dadurch können Direct Download Links anonym und unkompliziert verbreitet werden.

Pastebin Services verfügen über eine eigene Meta-Suchfunktion, mit der gezielt Einträge gefunden werden können. Auch Suchmaschinen können die Beiträge indexieren und entsprechend als Suchergebnis ausgeben.

Beispiele:

http://pastebin.com
http://paste2.com
http://snipt.org

- Tube »

Videodateien können wie bei einem Streamhoster durch die Nutzer hochgeladen, auf anderen Webseiten integriert und direkt im Browser abgespielt werden.

Im Gegensatz zu Streamhostern, bei denen der Direct Download Link zum Auffinden der Datei benötigt wird, bieten Tube-Seiten eine Suchfunktion an, mit deren Hilfe alle Inhalte nach Schlagworten durchsucht werden können.

Beispiele:

http://youtube.com
http://vimeo.com
http://myvideo.de

Banner-Werbung »

Möglichkeit, aus dem Hosting illegal zur Verfügung gestellter Werke Einnahmen zu generieren und damit Anreiz für den gewerbsmäßigen Verstoß gegen Urheber- und Leistungsschutzrechte.

Über verschiedene Formen der Werbeeinblendungen und unterschiedliche Abrechnungsmodelle wird der Seitenbetreiber für die Bereitstellung des Werbeplatzes entlohnt.

Je attraktiver die auf der Seite angebotenen Direct Download Links, desto höher die Besucherzahlen. Je höher die Besucherzahlen, desto mehr Geld kann der Seitenbetreiber für seine Werbeflächen verlangen und desto höher sind demnach auch seine Erträge.

Affiliate Marketing »

Möglichkeit, aus dem Hosting illegal zur Verfügung gestellter Werke Einnahmen zu generieren und damit Anreiz für den gewerbsmäßigen Verstoß gegen Urheber- und Leistungsschutzrechte.

Registriert ein Nutzer einen kostenpflichtigen Premium-Account bei einem Hoster, erhält der Seitenbetreiber, der ihn zu diesem Angebot geleitet hat, eine Provision.

Auch besonders erfolgreiche Uploader können nach dem Affiliate-Prinzip belohnt werden. Je attraktiver eine Datei, desto häufiger wird sie heruntergeladen, was wiederum die Besucherzahlen der Seite und damit die Gewinne aus Werbeinnahmen steigert. Finanzielle Anreize ermuntern den Uploader, möglichst gefragte Werke hochzuladen und den Direct Download Link aktiv großflächig zu verbreiten.

Spenden »

Spenden werden von Nutzern der Shareportale anonym an deren Betreiber geleistet und sichern den Fortbestand des Angebotes.

Spenden können außerdem dazu dienen, Geschäftsbeziehungen zwischen unterschiedlichen Betreibern von Hostern und/oder Shareportalen zu verschleiern.

Premium-Angebote »

Kostenpflichtige Premium-Accounts bei Hostern können sowohl vom Uploader als auch vom Downloader registriert werden.

Sie erhalten so Zusatzleistungen, die über die Standardfunktionen hinausgehen, etwa Werbefreiheit, bessere Ordnungssysteme, höhere Speicherkapazität oder schnellere Downloads.

Verschlüsselung »

Verschiedene Mechanismen zur Verschleierung der Direct Download Links mit dem Ziel, ihre Auffindbarkeit durch Rechteinhaber, Ermittler oder Dienstleister zu erschweren.

Mit der Weiterentwicklung der Suchtechniken reagieren Uploader, Downloader sowie Betreiber von Hostern und Shareportalen mit immer differenzierten Verschlüsselungsmethoden.

Beispiele sind die kryptische Benennung von Dateien, der Einsatz von Captchas oder das Verstecken der Direct Download Links in Containerformaten oder Linkcryptern.

- Kryptische Dateibenennung »

Verschlüsselungsmechanismus, bei dem die Datei mit einem irreführenden Namen versehen wird.

Ihr Inhalt ist damit nicht mehr auf den ersten Blick erkennbar und die Direct Download Links können nicht mehr automatisch durch Crawler ausgelesen werden.

- Captchas »

Verschlüsselungsmechanismus, bei dem üblicherweise eine kleine Grafik, etwa eine Buchstaben-Zahlen-Kombination, ein verzerrtes Wort oder eine (Rechen-)Aufgabe, fehlerfrei abgetippt bzw. korrekt gelöst werden muss.

Erst danach kann auf die Datei zugegriffen werden.

- Dereferer »

Unabhängiges Dienstleistungsangebot, das zur Verschlüsselung zwischen Shareportal und Datei geschaltet wird.

Der Direct Download Link wird dabei durch eine neue URL, beispielsweise mithilfe von Diensten wie bit.ly oder tinyurl, ersetzt.

Der Downloader kann weiterhin direkt auf die Datei zugreifen, da er automatisch weitergeleitet wird, während das automatisierte Auslesen durch Crawler erschwert wird.

- Redirectoren »

Unabhängiges Dienstleistungsangebot, das zur Verschlüsselung zwischen Shareportal und Datei geschaltet wird.

Der Downloader wird automatisch weitergeleitet, beispielsweise über einen Proxy. So kann er weiterhin direkt auf die Datei zugreifen, während das automatisierte Auslesen durch Crawler erschwert wird.

- Containerformat »

Verschlüsselungsmechanismus, bei dem der Direct Download Link in einer „virtuellen Box“, dem Container, abgelegt wird.

Um den Link aufrufen zu können, ist ein spezielles Programm nötig, das außerdem den Download der Dateien organisiert.

- Linkcrypter »

Verschlüsselungsmechanismus, der Uploadern ermöglicht, die Direct Download Links ihrer Dateien in virtuellen Ordnern zu organisieren.

Mehrere Dateien, etwa Alben mit mehreren Musiktiteln oder ganze Werk-Kataloge können auf diese Weise gesammelt verbreitet werden. Der Uploader muss nicht mehr jeden einzelnen Link verbreiten, sondern nur noch den Referenzlink zum Gesamt-Ordner.

Notice & Takedown »

Verfahren zum Vorgehen gegen Urheberrechtsverstöße, das sich auf den Digital Millenium Copyright Act (DMCA) beruft. Nach diesem sind Plattformanbieter nicht dazu verpflichtet, die bei ihnen hochgeladenen Inhalte proaktiv auf Urheberrechtsverletzungen zu prüfen. Erlangen sie von Verstößen Kenntnis, müssen sie allerdings reagieren, um sich nicht strafbar zu machen.

Wird eine Urheberrechtsverletzung also vermutet oder einwandfrei festgestellt, wird der Plattformbetreiber darauf hingewiesen (‚notice‘). Dieser ist verpflichtet, die angezeigten Verstöße durch Löschen der Dateien oder Deaktivierung des Direct Download Links zu entfernen (‚takedown‘).

Crawler »

Programm, das eigenständig Webseiten untersucht. Bekannt ist diese Praxis vor allem bei Suchmaschinen: Deren Crawler durchsucht Internetseiten, folgt Hyperlinks und indexiert die gefundenen Inhalte. Diese werden später bei einer Suche mit relevanten Suchbegriffen in den Ergebnislisten angezeigt.

Mittels Crawlern lassen sich Webseiten auch auf Urheberrechtsverstöße hin untersuchen. Voraussetzung für den Erfolg ist, dass diese nicht verschlüsselt sind.

Filesharing »

Von engl. „file“ (= Datei) und „(to) share“ (= teilen). Gemeint ist die direkte Weitergabe von Dateien zwischen Benutzern des Internets über Shareportale o.ä.

Peer-to-Peer bzw. Torrent-Netzwerke »

Internetbörsen, auf denen Dateien innerhalb eines begrenzten Nutzerkreises ausgetauscht werden. Die Besonderheit dabei ist, dass Werke nicht erst auf eine Hosting-Plattform gestellt, sondern direkt von den PCs der Netzwerkteilnehmer geladen werden. Wer etwas herunterladen möchte, stellt im Gegenzug einen Zugang zu den Dateien auf dem eigenen Computer zur Verfügung.

Proxy »

Kommunikationsschnittstelle, die zwischen Sender und Empfänger geschaltet wird. Auf diese Weise lassen sich Identitäten oder Standorte verbergen.

Steht ein Server beispielsweise in Deutschland, nutzt aber einen Proxy in den USA, ist für den Empfänger nur der Standort USA identifizierbar, der eigentliche Standort bleibt verschleiert.